Positive (Alltags)Psychologie

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (Søren Kierkegaard)


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„Danke, das reicht!“

Gestern Abend war ich auf einen wirklich guten Vortrag zu Depressionen und Burn Out. Die Referentin (eine Frauenärztin und Fachärztin für Psychotherapie – seltene Kombination) stellte ganz klar den Unterschied zwischen beiden Krankheiten dar. Doch darauf will ich in diesem Post gar nicht hinaus (wer es dennoch wissen will, der darf gerne kommentieren und dann versuch‘ ich das mit eigenen Worten wiederzugeben).

Es ging um mögliche Ursachen, wie ein Mensch in einen Burn Out hineingerät. Dass es viel mit mangelndem Selbstwert und auch mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun hat. Und auch mit unserer heutigen Mentalität, die schon in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen beginnt und sich bei den jungen Erwachsenen klar fortsetzt: schneller, höher, weiter, mehr (Leistung), länger (arbeiten), …. .

Die Referentin stelle immer wieder die Frage, warum wir nicht mehr mit „gut“ zufrieden sein können – warum es „perfekt“ sein muss. Warum „viel(seitig)“ nicht reicht – warum es „alles und jederzeit“ sein muss. Warum wir nicht einfach mal: „Danke, das reicht!“ sagen können, z.B.: „lieber Chef, danke das reicht mir an Verantwortung“ oder „liebe Freunde/Bekannte/Vereinskollegen, danke, das reicht an Unternehmungen“ – weniger ist mehr!

Damit das funktioniert, muss man vor allem bei sich sein. Wissen, was ich möchte. Und wer ich bin. Was ich kann. Mit sich selbst und seinem Leben ZUFRIEDEN sein. Und DAS ist das wirklich schwierige und langwierige. Aber ich glaube daran, dass es sich lohnt.


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Zufälle und Zufriedenheit

Gestern Abend beschloss ich „noch kurz“ zum hiesigen See zu fahren. Da gibt es ein schönes, grünes, ruhiges Eck – dort wollte ich hin. Dort angekommen, suchte ich mir einen Platz auf einer Bank unter Kastanienbäumen. Wie für mich gemacht (ich liebe Kastanienbäume…. fast so sehr wie blühende Linden).

Da saß ich so, und schaute auf den See. Von irgendwoher tutete es… einmal, zweimal…. und irgendwann saß ich das hiesige historische Schiff, dass zu einer Vergnügungsfahrt auf dem See aus dem Hafen auslief.

Ich war bisher noch nicht auf diesem Schiff – die Tickets sind mir zu teuer und die Gesellschaft (vermutlich) zu fein. Doch gestern war großartig: das Schiff fuhr recht nah am Ufer vorbei, das Wasser plätscherte und blubberte ganz toll. Und die vom Wind herübergewehte Dixie-Musik hatte genau die richtige Lautstärke für mich.

Welch‘ toller Zufall, dass das Schiff ausgerechnet gestern fuhr! Und wie zufrieden doch so eine halbe Stunde am Wasser an einem lauen Sommerabend machen kann…

Kennst Du das auch – diese kleine Zufriedenheit über kleine Zufälle, die irgendwie doch genau am richtigen Platz oder zur richtigen Zeit passieren?